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Urlaubsanspruch: Diese gesetzlichen Regeln gelten für dich

31. August 2026
6 Min. Lesezeit
Urlaubsanspruch: Diese gesetzlichen Regeln gelten für dich

Der Urlaubsanspruch sagt aus, wie viele bezahlte freie Tage dir pro Jahr gesetzlich zustehen. Das Bundesurlaubsgesetz sichert dir mindestens 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche, umgerechnet 20 Tage bei einer Fünf-Tage-Woche. Wie hoch dein Anspruch ausfällt, hängt von deinen Arbeitstagen pro Woche, deinem Eintritt und Sonderfällen wie Teilzeit oder Kündigung ab.

Urlaubsanspruch: Das Wichtigste in Kürze

  • Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage pro Jahr bei einer Sechs-Tage-Woche, das entspricht 20 Arbeitstagen bei einer Fünf-Tage-Woche.
  • Bei Teilzeit bestimmt die Zahl deiner wöchentlichen Arbeitstage den Urlaubsanspruch, unabhängig von der täglichen Stundenzahl.
  • Vor erfüllter sechsmonatiger Wartezeit oder bei einem Austritt nach erfüllter Wartezeit in der ersten Jahreshälfte entsteht für jeden vollen Beschäftigungsmonat ein Zwölftel des gesetzlichen Jahresurlaubs. Bei einem Austritt in der zweiten Jahreshälfte nach erfüllter Wartezeit besteht der volle gesetzliche Mindesturlaubsanspruch.
  • absentify zeigt jedem Mitarbeiter den aktuellen Resturlaub direkt im persönlichen Kalender in Microsoft Teams an und berechnet Ansprüche anhand konfigurierter Kontingentregeln automatisch, ohne manuelle Excel-Pflege.
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Urlaubsansprüche automatisch berechnen

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Was ist der gesetzliche Urlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz?

Der gesetzliche Urlaubsanspruch ist der Mindesturlaub, den dir das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) garantiert. Er beträgt 24 Werktage pro Jahr bei einer Sechs-Tage-Woche. Werktage sind alle Kalendertage außer Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen, also auch der Samstag. Rechnest du auf eine Fünf-Tage-Woche um, bleiben 20 bezahlte Urlaubstage.

Über diesen Mindestwert hinaus legen viele Arbeits- und Tarifverträge mehr Urlaub fest. Üblich sind 25 bis 32 Tage bei einer Fünf-Tage-Woche. Ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung darf den gesetzlichen Mindesturlaub anheben, niemals unterschreiten.

Der gesetzliche Mindesturlaub hängt direkt von deinen Wochenarbeitstagen ab:

Arbeitstage pro WocheGesetzlicher Mindesturlaub
6 Tage24 Tage
5 Tage20 Tage
4 Tage16 Tage
3 Tage12 Tage
2 Tage8 Tage
1 Tag4 Tage

Den vollständigen Gesetzestext findest du im Bundesurlaubsgesetz auf dem offiziellen Portal des Bundesjustizministeriums.

Wie viel Urlaubsanspruch habe ich bei Teilzeit und der 4-Tage-Woche?

Bei Teilzeit richtet sich dein Urlaubsanspruch nach der Zahl deiner wöchentlichen Arbeitstage. Arbeitest du an vier statt fünf Tagen, stehen dir vier Fünftel des Vollzeitanspruchs zu. Die tägliche Stundenzahl bleibt für die Zahl der Urlaubstage ohne Bedeutung.

Beispiel zur 4-Tage-Woche

Dein Betrieb gewährt Vollzeitkräften 30 Urlaubstage bei fünf Arbeitstagen. Arbeitest du an vier Tagen pro Woche, teilst du 30 durch 5 und multiplizierst mit 4. Das ergibt 24 Urlaubstage mit gleichem Erholungswert je freiem Tag.

Für deinen genauen Urlaubsanspurch kannst du unseren kostenlosen Urlaubsrechner nutzen und hier erfährst du alle Details zum Urlaubsanspruch bei Teilzeit.

Wie hoch ist mein Urlaubsanspruch bei Kündigung oder Jobwechsel?

Bei einer Kündigung hängt dein Urlaubsanspruch vom Austrittszeitpunkt und von der erfüllten sechsmonatigen Wartezeit ab. Vor erfüllter Wartezeit oder wenn du nach erfüllter Wartezeit in der ersten Jahreshälfte ausscheidest, entsteht für jeden vollen Monat ein Zwölftel des gesetzlichen Jahresurlaubs. Diese Zwölftelregelung folgt aus § 5 BUrlG.

Kannst du offene Urlaubstage bis zum Austritt nicht mehr nehmen, zahlt der Arbeitgeber sie als Urlaubsabgeltung aus. Scheidest du dagegen in der zweiten Jahreshälfte nach erfüllter Wartezeit aus, steht dir der volle gesetzliche Mindesturlaub zu; für vertraglichen Mehrurlaub können abweichende Regelungen gelten. Wie du deinen offenen Urlaub bei einer Trennung sichern kannst, zeigt der Beitrag zum Resturlaub bei Kündigung.

Was gilt beim Urlaubsanspruch bei Minijob, Krankheit und Elternzeit?

Minijobber, kranke und in Elternzeit befindliche Beschäftigte verlieren ihren gesetzlichen Urlaubsanspruch nicht allein wegen dieses Status. Minijobber bekommen Urlaub anteilig nach ihren Wochenarbeitstagen. Bei langer Krankheit kann der gesetzliche Urlaub grundsätzlich 15 Monate nach Ablauf des Urlaubsjahres verfallen. Hast du im Jahr des Krankheitsbeginns noch gearbeitet, gelten für den bis dahin entstandenen Urlaub zusätzlich die Hinweis- und Aufforderungspflichten des Arbeitgebers. In der Elternzeit darf der Arbeitgeber den Urlaub kürzen.

  • Minijob: Dein Anspruch berechnet sich wie bei jeder Teilzeitkraft nach deinen Arbeitstagen pro Woche. Die Details klärt der offizielle Ratgeber zum Urlaubsanspruch im Minijob.
  • Krankheit: Wirst du im Urlaub krank, zählen die per Attest belegten Tage nicht als Urlaub und wandern zurück auf dein Urlaubskonto. Mehr dazu im Beitrag zum Urlaubsanspruch bei Krankheit.
  • Elternzeit: Der Arbeitgeber darf deinen Jahresurlaub für jeden vollen Monat Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. Das gilt nicht, wenn du während der Elternzeit bei demselben Arbeitgeber Teilzeitarbeit leistest. Diese Kürzung regelt § 17 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes.

Wo entstehen die häufigsten Konflikte beim Urlaubsanspruch?

Die meisten Konflikte beim Urlaubsanspruch entstehen bei der Rundung von Bruchteilen, bei verfallenem Resturlaub und bei abgelehnten Urlaubsanträgen. Ergibt die Berechnung des gesetzlichen Teilurlaubs nach § 5 BUrlG einen Bruchteil von mindestens einem halben Tag, wird auf einen vollen Urlaubstag aufgerundet. Kleinere Bruchteile bleiben bestehen.

Resturlaub verfällt nicht mehr automatisch zum Jahresende. Der Arbeitgeber muss dich rechtzeitig auffordern, deinen Urlaub zu nehmen und auf einen drohenden Verfall hinweisen. Unterlässt er diesen Hinweis, bleibt dein Anspruch über das Jahresende hinaus erhalten.

Urlaubsansprüche klar im Blick behalten

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Wie verwalte ich den Urlaubsanspruch in Microsoft 365?

Bei der Verwaltung des Urlaubs deiner Kollegen und deiner Teams musst du etliche Faktoren im Blick haben, um jeder Person einzeln gerecht zu werden: Einstellungsdatum, Arbeitstage pro Woche, Urlaubsanspruch, bereits wahrgenommene Tage und mehr.

Um trotz dieser vielen Werte nach den für dein Unternehmen konfigurierten Regeln zu rechnen, kannst du mit absentify die gesamte Urlaubsverwaltung abbilden. Die rechtliche Ausgestaltung der Regeln bleibt dabei Aufgabe deines Unternehmens.

In absentify sieht jeder Mitarbeiter seinen eigenen Urlaubsanspruch sowie den Resturlaub des laufenden Jahres. Die Werte werden auf Grundlage der konfigurierten Kontingentregeln und Stammdaten berechnet. Bestätigte Urlaubstage werden automatisch vom Kontingent abgezogen.

  • Abbildung von Teilzeit, Krankheit und Elternzeit über Arbeitspläne, Abwesenheitsarten und passende Kontingenteinstellungen.
  • Jeder sieht seinen aktuellen Resturlaub jederzeit im persönlichen Kalender, ohne nachzurechnen.
  • Urlaubsanträge und -genehmigungen erfolgen direkt in Microsoft Teams oder Outlook.
  • Ihr arbeitet mit den bestehenden Microsoft-365-Konten weiter und braucht kein zusätzliches Programm.

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Urlaubsanspruch – Häufige Fragen & Antworten

Ein gesetzlicher Feiertag wird nicht als Urlaubstag angerechnet, wenn du an diesem Tag ohnehin nicht zur Arbeit verpflichtet bist. Sieht dein Dienstplan Arbeit an einem Feiertag vor, kann für die Freistellung ein Urlaubstag erforderlich sein.

Dein Anspruch beim alten und neuen Arbeitgeber hängt vom jeweiligen Ein- und Austrittszeitpunkt ab. Urlaub, den dir der frühere Arbeitgeber im laufenden Kalenderjahr bereits gewährt hat, wird beim neuen Arbeitgeber angerechnet. Dein alter Arbeitgeber stellt dir dafür eine Urlaubsbescheinigung aus.

Ein bereits genehmigter Urlaub ist verbindlich und kann grundsätzlich nicht einseitig widerrufen werden. Ob in einem unvorhersehbaren, zwingenden Notfall ohne anderen Ausweg eine Ausnahme möglich ist, hängt vom Einzelfall ab. Bei einer einvernehmlichen Verlegung sollten entstehende Kosten, etwa Stornogebühren, ausdrücklich geregelt werden.

Ja, absentify berechnet den Resturlaub jedes Mitarbeiters anhand der konfigurierten Kontingentregeln und Stammdaten automatisch und zeigt ihn im persönlichen Kalender an. Genehmigte Urlaubstage werden vom Kontingent abgezogen, sodass niemand selbst nachrechnen muss.

Du stellst deinen Urlaubsantrag direkt in Microsoft Teams, ohne ein separates Programm zu öffnen. Der Antrag läuft über den konfigurierten Genehmigungsweg an deine Führungskraft, die ihn dort genehmigen kann.

Über den Autor

Anna Keller

Anna Keller

Content Managerin bei absentify

Als Blogautorin bei absentify erklärt Anna Keller, wie Unternehmen Abwesenheiten, Urlaub und Arbeitszeiten effizient verwalten können. In ihren Artikeln verbindet sie HR-Praxis mit Microsoft 365-Tipps für Outlook und Teams und liefert Vorlagen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Softwarevergleiche für moderne, digitale Prozesse.

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